Kategorien
Anbau und Vorzucht

Wie tief und wann säen? – Aussaattabelle mit verschiedenen Zeiten und Tiefen

Einleitung

Jedes Jahr, wenn es an das Aussäen von den Pflanzen für das Frühjahr geht, stellen begeisterte Gärtnerinnen und Gärtner sich die Frage, welchen Einfluss es wohl auf das Pflanzenwachstum hat, ob man beispielsweise die Erbse einen Zentimeter tiefer oder höher in die Erde setzt. Im folgenden möchte ich eine kleine Erläuterung geben und mein Keimexperiment vorstellen. Damit soll auch Gartenneulingen oder Interessierten Hilfe gegeben werden und die Frage beantwortet werden, wie tief entsprechende Pflanzen auszusäen sind.

Vorneweg: Als Faustregel gilt: Je größer der Samen ist, desto tiefer muss er in die Erde. Diese Faustregel gilt bis auf einige wenige Ausnahmen fast für alle Kulturen. Außerdem kann man sagen, dass kleinere Samen (z.B. von Tabak oder allgemein Kräutern) in den meisten Fällen Lichtkeimer sind, die man garnicht in der Erde verbuddeln sollte.

Im Folgenden befindet sich eine Tabelle mit den wichtigsten Aussaattiefen von Kräutern, Gemüse, Obst, Blumen und anderen Pflanzen. Wer sich für die Zusammenhänge interessiert und sich für ein biologische Aspekte begeistern kann, dem ist angeraten, bis ans Ende dieser Seite zu scrollen. Dort befindet sich ein Text, indem noch einmal intensiver auf bestimmte Faktoren eingegangen wird.

Tabelle verschiedene Aussaattiefen von Pflanzen

Testtabelle:

[table id=1 /]

 

 

 

Kategorien
Anbau und Vorzucht

Pflanzen vorziehen unter Kunstlicht – so gelingt jede Vorzucht

Wie alles beginnt…

Kaum ist das alte Jahr vorbei, kribbeln den Chili-Fans schon die Finger. Manche können nicht früh genug mit der Aussaat ihrer Chilis anfangen (teilweise schon im Dezember!). Ähnlich ist es bei den Tomaten, auch hier sollte man sich nicht zu lange Zeit mit der Aussaat lassen, denn je früher sie ausgesät werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass (gerade bei spät reifenden Sorten) die Früchte in unseren Breitengraden auch ordentlich ausreifen.

Problem hierbei ist, dass es bei uns im Frühjahr noch zu kalt ist, um die Pflanzen an das Sonnenlicht zu stellen und in unseren (beheizten) Wohnungen oftmals zu warm und zu dunkel für ein gesundes Wachstum der jungen Pflanzen.

In der folgenden Galerie mal 3 von meinen Chilis. Diese sind ausschließlich unter Kunstlicht vorgezogen, welches ich zuerst in meinem Studentenzimmer und anschließend im Keller installierte.

Aufgrund der hohen Anfragen (vor allen in Selbstversorgergruppen auf Facebook), wie ich doch meine (fast) perfekten Pflanzen hinbekomme, habe ich mich also nun dazu entschlossen, meine Lösung für diese Problematik hier vorzustellen.

Was will eine Pflanze?

Zuerst einmal will ich kurz auf die Bedürfnisse einer Pflanze eingehen. Eine Pflanze braucht natürlich Nährstoffe wie Phosphor, Kalium, Mangan, dann braucht sie Wasser, CO2 und natürlich: Licht! Licht ist gerade bei der Vorzucht in den allermeisten Fällen der begrenzende Faktor, der eine Vorzucht misslingen lassen kann. Daher sollte man schon in der frühen Phase des Pflanzenwachstums für ausreichend Licht sorgen.

Nehmen wir als Beispiel Sonnenblumen – haben diese von Anfang an zu wenig Licht bekommen und sind einmal vergeilt, verzeihen sie dies in der Regel nie. Sie werden klein und spargelig bleiben, und ihre ganze Energie nurnoch in eine Notfallblüte stecken, damit sie wenigstens ein paar Nachkommen produzieren können.

Nun steht man vor dem Problem, dass in unseren beheizten Räumen im Winter noch viel zu wenig Licht eintritt (Die Lichtintensität und die Lichtdauer sind viel zu gering in Relation zur vorhandenen Wärme). Dies hat zur Folge, dass die Pflanzen spargeln bzw. vergeilen. Was man darunter versteht, habe ich in diesem Artikel erklärt.

Es ist also für ausreichend Licht zu sorgen. Hierzu gibt es viele Möglichkeiten: Hat man den Luxus eines unbeheizten, kalten Raumes im Haus und hellem Fenster (am Besten Südausrichtung), dann kann die Vorzucht von vielen Pflanzen gelingen. Ist es allerdings zu warm bzw. zu dunkel und man will gesunde und kräftige Pflanzen, muss man auf die Vorzucht mit Kunstlicht bzw. künstlicher Beleuchtung zurückgreifen.

4 mögliche Varianten zur künstlichen Beleuchtung haben sich besonders etabliert:

Natriumdampflampe

Sehr viel Licht, wird allerdings auch sehr schnell sehr heiß und hat einen immensen Stromverbrauch. Aufgrund der Verbrennungsgefahr der Setzlinge für die Vorzucht nicht zu empfehlen, da es besonders Anfängern schwer fällt, den richtigen Abstand zu finden. Natriumdampflampen stehen eher im Erwerbsanbau (Tomatengewächshäuser in Holland) etc. hoch im Kurs. Für unsere „kleine“ Anzucht lohnen sie sich meiner Meinung nach nicht.

Leuchtstoffröhre

Für die Vorzucht geeignet, wird aber trotzdem noch relativ heiß, unhandliche Handhabung wenn keine vorgefertigte Halterung, relativ günstig in der Anschaffung, Relation zwischen Verbrauch und Leistung für die Pflanzen ok

Energiesparlampe

Variiert je nach Modelltyp recht stark, manche haben ein ineffizientes Lichtspektrum, außerdem teilweise giftige Bestandteile – Umweltproblematik. Aus diesem Grund verwende ich sie sehr ungerne.

High-Power-LED

Wird nicht sehr heiß, sehr hohe Lichtausbeute, gutes Lichtspektrum für die Pflanzen mit sehr niedrigem Energieverbrauch, stellenweiße jedoch noch ineffizient, sehr teuer und hoher technischer Aufwand

Meine Lösung zur Anzucht:

Zum Vorziehen meiner Pflanzen unter Kunstlicht habe ich mir die Leuchtstation vom Gärtner Pötschke bestellt. Diese funktioniert mit 2 Leuchtstoffröhren.

Hier ein paar technische Daten:

– Leuchtmittel: 2 24Watt Leuchtstoffröhren

– bis 38cm höhenverstellbares Gestell

– 4 Anzuchtschalen

– Maße: 62x44x43 cm

– ganzjährige Anzucht von Kräutern und Pflücksalat

– Kosten 89,95€

 

Persönliche Erfahrungen und Kostenrechnung mit der Vorzucht der Pflanzen unter Kunstlicht

In meiner „Karriere“ als Kleingärtner hab ich schon einige Vorzuchtmethoden ausprobiert und komme dennoch immer wieder auf meine gekaufte Leucht-Anzuchtstation vom Gärtner Pötschke zurück. Dies liegt vor allem am sehr geringen Energieverbrauch, der mit Rund 45 Watt pro Stunde zu Buche schlägt. Angenommen, die Anzuchtstation wird 16 Stunden pro Tag betrieben, dann sind das 720 Watt pro Tag. Bei einem Strompreis von 35 Cent  pro Kilowatt hat man also effektive Kosten von rund 25 Cent pro Tag. Hochgerechnet auf den Monat, dann sind das knapp 8€. Nehmen wir nun an, wir nutzen das Leuchtstoffröhren Anzuchtgewächshaus von Februar bis April sind das effektive Kosten von 24€. Bei einer Natriumdampflampe beispielsweise wären die Kosten mindestens viermal so hoch.

24€. Wenn man allerdings überlegt, wie viele Pflanzen man dort vorziehen kann, ist der Preis mehr als berechtigt. Ich hab in einer Anzuchtstation 3 Schalen mit je 24 Töpfchen mit je 2-4 Pflanzen. Ergibt dann effektiv ca. 200 Pflanzen pro Anzuchtstation. 200 Pflanzen für 24€. Wenn das mal kein fairer Deal ist.

Jetzt muss man allerdings noch bedenken, dass die Anzuchtstation ja garnicht volle 3 Monate läuft. Wenn es sehr sonnig und warm draußen ist, empfiehlt es sich teilweise schon im März, bei den vorzuziehenden Pflanzen das Kunstlicht durch Sonnenlicht zu ersetzen, sprich, die Pflanzen aus dem Lichtkasten im Keller zu nehmen und raus unter die Sonne zu stellen.Dadurch minimieren sich die Kosten natürlich, so dass ich vielleicht effektiv umgerechnet auf ungefähr 12-16€ pro Saison komme.

Wie bereits oben beschrieben, nutze ich die Leuchtstoffröhren Anzuchtstation vom Gärtner Pötschke zum Vorziehen meiner Pflanzen unter Kunstlicht schon knapp 3 Jahre. Dieses Jahr ist eine zweite hinzugekommen und eine dritte ist in Planung. Chilis, Tomaten, Tabak, Hirse, diverse Ziergräßer, Gurken, Mais, Sonnenblumen, Tomatillo – es wird einfach zu viel und benötigt dementsprechend Platz.

Der einzige Negativaspekt an dieser Variante, seine Pflanzen mit Leuchtstoffröhren vorzuziehen den ich bisher erkennen konnte, sind die Kosten. Mit einem sehr hohen Preis von 89,95€ schlägt der Gärtner Pötschke natürlich ordentlich zu buche. Großen Gärtnereien bzw. Menschen mit größeren Projekten empfehle ich daher, die Eigenbeschaffung von Leuchtstoffröhren, LED’s oder auch Natriumdampflampen. Ich bin mir sicher, dass man mit etwas handwerklichem Geschick auch als Kleingärtner seine eigene Anzuchtstation aufbauen könnte, und das, zu einem wesentlich geringeren Preis. Den bequemeren Menschen (wie mir selber) empfehle ich allerdings zur Vorzucht seiner Pflanzen diese Anzuchtstationen von Pötschke, da auch der Aufbau sehr einfach ist. Vielleicht werde ich dazu in Zukunft nocheinmal ein Youtube-Review hochladen.

Abschießende Worte

Am Abschluss möchte ich erwähnen, dass es eigentlich egal ist, von welcher Marke bzw. Firma man seine Lichter nutzt. Es ist wichtig, dass die Pflanzen nicht spargeln bzw. vergeilen. Dies muss man mit allen mitteln Verhindern, zum Beispiel in dem man einfach mehr Licht auf die Pflanzen gibt und auch die Dauer der Belichtung erhöht. So ist eine Vorzucht unter dem Kunstlicht einer Leuchtstoffröhre mit einer Belichtungsdauer von ca. 16 Stunden ideal, um ein gesundes Wachstum seiner Jungpflanzen zu erzielen.

Man sollte trotz Kunstlicht versuchen, die vorzuziehenden Pflanzen so hell wie möglich zu stellen. Wenn möglich sollte man auch die Pflanzen zwecks Abhärtung und allgemein besserem Licht so oft es geht bei frostfreien Temperaturen raus in die Sonne stellen. Das spart zudem noch Strom 🙂

 

Kategorien
Anbau und Vorzucht

Geilwuchs bei Pflanzen

Vielen, vorallem neue Hobbygärtner wundern sich jedes Jahr, warum ihre aus Samen selbstgezogenen Setzlinge plötzlich damit anfangen, sehr stark in die Länge nach oben zu wachsen, und im schlimmsten Fall dann irgendwann umknicken. Dieses Phänomen nennt man auch Geilwuchs oder Vergeilen.

Nein, das hat in diesem Sinne nichts mit „Geilheit – Boa sind die Pflanzen geil“ zu tun. In diesem Fall meint man mit Vergeilung das Phänomen bei Pflanzen, extrem in die Höhe zu schießen. (Siehe Bild).

Doch warum passiert es, dass die Pflanzen vergeilen?
[separator size=“size3px“ style=“solid“ color=“brown“]

Eine kurze Erklärung:

Hauptursache beim Geilwachstum von Pflanzen ist die große Differenz zwischen der vorhandenen Wärme und dem Licht. Gerade in den Wintermonaten ist es bei uns im Haus am Fenster viel zu warm, und es kommt viel zu wenig Licht zur Pflanze. Daher wächst die Pflanze sehr stark nach oben (hin zur Sonne bzw. zum Licht), um an möglichst viel Licht zu kommen. Dabei bildet sie jedoch keine dicken Stängel oder Wurzel. Folge: Sie knickt irgendwann um und stirbt ab. Sie verhungert förmlich.

Tipps gegen das Geilwachstum von Pflanzen findet man unten in diesem Beitrag.

[separator size=“size3px“ style=“solid“ color=“brown“]

 

 

Eine ausführliche Erklärung:

Um den Prozess der Vergeilung zu verstehen, muss man sich zuerst in die Pflanze hineinversetzen und die Frage klären, was die Pflanze überhaupt zum Leben braucht. Die Bedürfnisse der Pflanze sind wie bei uns Menschen auch sehr vielfältig. Unter Anderem benötigt sie Licht, Wasser, Wärme, CO2, Sauerstoff und Mineralstoffe. Gerade von dem Licht können manche von ihnen nie genug haben, denn Licht ist für die Pflanze lebenswichtig, um Photosynthese betreiben zu können und um dadurch Kohlehydrate zu erzeugen.

Jetzt ist es so, dass gerade in den Winter und Frühlingsmonaten sehr wenig Licht zur Verfügung steht. Theoretisch ist dies für die Pflanzen draußen, die an unser Klima angepasst sind und natürlich wachsen, auch absolut kein Problem, da es zu dem wenigen Licht in den Winter und Frühlingsmonaten auch noch recht kalt ist. Durch die Kälte weiß die Pflanze, dass es jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt zum Keimen ist. Würde die Pflanze bei dieser kälte jetzt keimen, wäre das ihr sicherer Tod. So wartet die Pflanze nun auf den richtigen Keimzeitpunkt, bis es wieder wärmer ist.

Die Pflanze weiß also:

Dieses Diagramm ist nicht 100%ig fachlich korrekt. Man kann natürlich das Licht und die Wärme nicht bis ins Unendliche steigern. Aber um zu demonstrieren, wie es in der Natur normalerweise gang und gebe ist, eignet es sich hervorragend. Man hat sehr kalte und dunkle Monate wie den Dezember und dann zum Beispiel wärmere und hellere Monate wie den Mai.

Um dies zu verstehen ist ein kleiner astronomischer Exkurs notwendig: Die Erde besitzt eine Neigung von 23,5 Grad zur Senkrechten. Nun treffen in den kälteren Jahreszeiten die Strahlen in einem schrägeren Winkel auf die Erdoberfläche als in den wärmeren Jahreszeiten. Dadurch legen sie einen weiteren Weg zurück und verlieren an Energie und somit auch an Wärme. Der Winkel hat auch zur Folge, dass es bei uns im Winter zum Beispiel nicht so lange hell ist wie im Sommer. In der warmen Jahreszeit kann man beispielsweise um 9 noch auf dem Balkon sitzen und braucht kein Licht, während das Ende Dezember natürlich undenkbar ist. Desto nördlicher und desto südlicher man vom Äquator kommt, desto extremer ist dieses Verhalten. Wenn man direkt auf dem Äquator steht, merkt man davon praktisch nichts. Tag und Nacht sind gleich lang. Außerdem herrscht eine relativ konstante und warme Temperatur über das gesamte Jahr.

 

Wir wissen also: Desto wärmer es draußen ist, desto mehr Licht gibt es auch. (Wenn man die anderen Faktoren des Klimas wie z.B. Wolkenbildung, Hang und Tallagen usw. nicht beachtet.)

Nun kommt aber der Knackpunk, warum das bei uns nicht so funktioniert, wie wir das oft gerne hätten:
Die Pflanzen sind an die Natur angepasst.. Wir verhalten uns „unnatürlich“, indem wir sie bei uns in den warmen und beheizten Wohnungen vorziehen bzw. wachsen lassen. Bei manchen Pflanzen wie der Tomate ist dies allerdings notwendig, da diese Pflanzen ansonsten in unseren Breitengraden nur sehr schwer ausreifen und Früchte bilden würden, wenn man sie erst zur frostfreien Zeit mitte Mai raussetzt..

Durch die Wärme in unseren Häusern (wir heizen ja auch im Winter kräftig und haben im Durchschnitt 20 Grad) „denkt“ die Pflanze nun, es ist Frühjahr und geht dementsprechend davon aus, dass es jetzt auch wieder mehr Licht geben müsste. Sie keimt also und wächst. Doch plötzlich stellt sie fest: Mensch, sag mal, es ist doch so warm, warum fehlt mir dann Licht? Was ist da los?

Nun gibt es unter den Pflanzen auch eine Art Konkurrenz um das Licht. Die Pflanze, die es als erstes schafft, möglichst schnell möglich hoch zu wachsen und die anderen Pflanzen zu beschatten, hat die beste Überlebenswahrscheinlichkeit. Das ist wie mit dem Essen bei uns Menschen – wer am meisten bekommt, hat die besten Überlebenschancen und wer nichts bekommt, der verhungert.

Die Pflanze fürchtet sich nun sehr, dass sie verhungern muss, weil andere Pflanzen sie überwachsen könnten. Daher schaltet sie in eine Art Notprogramm: Die eigene Gesundheit und Stabilität ist ihr jetzt egal. Normalerweise würde sie jetzt schöne große Blätter anlegen, eine kräftige Wurzel und einen kräftigen Stängel bilden und langsam und stabil nach oben wachsen. Durch diese Angst, dass andere Pflanzen oder Objekte sie überschatten könnten, wächst sie jetzt extrem schnell nach oben (sie versucht damit, die „Gegnerpflanzen“ einzuholen, Ziel ist also, möglichst schnell Richtung Sonne zu kommen, um mehr Licht zu bekommen), bis sie irgendwann umknickt, weil sie alles auf die Höhe gesetzt hat und nichts auf die Stabilität.

Natürlich gibt es bei unserer Pflanze zu Hause keine „Gegnerpflanzen“, allerdings ist der Zusammenhang in ihrer Genetik eingespeichert, dass es durch die vorhandene Wärme auch viel Licht geben müsste.

Der Grund für den Geilwuchs ist also die Differenz zwischen Wärme und Licht. Es herrscht in unseren beheizten Wohnräumen viel zu viel Wärme in Relation zum vorhandenen Licht.

[separator size=“size3px“ style=“solid“ color=“brown“]

 

Tipps gegen Geilwuchs bei Pflanzen:

1. Die eigenen Pflanzen kennen und sich Informationen besorgen.

Jede Pflanze ist in ihrem Wachstum und in ihrer Anatomie anders. Es gibt Pflanzen, die brauchen weniger, dann gibt es Pflanzen, die brauchen mehr Licht. Außerdem hat der Geilwuchs bei verschiedenen Pflanzen verscheidene Auswirkungen. Es gibt Pflanzen, die erholen sich schnell, sobald sie wieder an genug Licht kommen. Dann gibt es natürlich auch Pflanzen, die sich nicht mehr erholen, wenn sie einmal zu hoch gewachsen sind und keine vernünftige Grundlage (Wurzel, dicker Stängel usw.) gebildet haben.

2. Die Temperatur senken

Wenn die Temperatur niedrig ist, arbeiten auch die Enzyme in der Pflanze dementsprechend langsamer (RGT-Regel). Folglich kann die Pflanze bei fehlendem Licht nicht so stark geilen wie bei wärmeren Temperaturen.

3. Für mehr Licht sorgen

Ein guter Standpunkt für Pflanzen in den dunklen Monaten ist meist ein relativ kühler und heller Platz an einem Südfenster. Dies könnte zum Beispiel auf einem unbeheizten Dachboden der Fall sein. Außerdem kann man die Pflanzen zusätzlich mit Kunstlicht beleuchten. Mittlerweile gibt es recht gute LED Pflanzenlampen, die auf das benötigte Farbspektrum unserer grünen Freunde angepasst sind. Funktionieren würde auch die Schreibtisch-Energiesparlampe. Eine Leutstoffröhre ist ebenfalls geeignet – wenn nicht sogar die günstigste Lösung. Man sollte allerdings aufpassen, dass man die Lampe nicht zu dicht an die Pflänzchen bringt, da es je nach Lampentyp direkt darunter sehr heiß werden kann.

Eine Idee für die Vorzucht von Pflanzen (z.B. Chillis und Tomaten) wäre auch eine Art Minigewächshaus mit Beleuchtung. Wir sind damit jedes Jahr mehr als zufrieden.

4. Auf keinen Fall düngen

Der größte Fehler, der gemacht wird ist, die Pflanzen im Winter zu düngen und zu hoffen, dass man damit den Geilwuchs verhindern kann. Es tritt eher das umgekehrte Ereigniss ein. Die Pflanze hat jetzt noch mehr Nährstoffe, und kann so noch schneller nach oben wachsen. Düngung im Winter ist für viele Pflanzen tödlich.

 

Kategorien
Anbau und Vorzucht

Hochbeet Bepflanzung

Hier entsteht in Zukunft ein Text.