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Allgemein Sorten und Saatgut

Erfahrung und Bestellung bei Monika Gehlsen

Einleitung

Jedes Jahr stelle ich mir erneut die Frage, wo ich wohl für kommende Saison mein Saatgut beziehen soll. Generell sollte man – wenn möglich – Saatgut bestimmter Sorten von alten Menschen, Nachbarn oder Bauern erwerben. Gerade alte Leute die eine bestimmte Sorte jedes Jahr wieder und wieder anbauen sind sehr interessant, denn meistens haben diese (wenn auch unbewusst) eine regional angepasste Sorte herausselektiert und die Pflanzen wachsen auf dem Gebiet besonders gut. Leider hat jedoch nicht jeder diesen Luxus des Tauschens und Sammelns, aber heutzutage kann man sich auch im Internet abhilfe schaffen, wie ich es getan habe. Wichtig war mir,  samenechtes Saatgut und Samen von alten und historischen Sorten zu erwerben. Dieses Jahr habe ich darauf verzichtet, es bei großen Händlern wie Dreschflegl oder im Baumarkt zu kaufen, sondern bewusst alles bei kleinen Händlern online bestellt. Und dies nicht nur aus Preisgründen. Monika Gehlsen war ein kleiner Teil von meinem Vorhaben und von meiner Bestellung.

In meinem heutigen Beitrag geht es also um diese nett ausschauende, kleine Frau, die ihren Garten lebt und liebt. Bei einem Blick auf ihre Website, die im Übrigen sehr zu empfehlen ist, kann man sich selbst ein Bild von ihr machen.

 

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Auswahl an Saatgut und alten Sorten

Die Auswahl von Monika Gehlsen an Saatgut und alten Sorten ist überschaubar und trotzdem recht vielseitig.  Sie selber verkauft nur sortenechtes Saatgut und keine F1-Hybriden, das heißt, man kann, wenn man ihr Saatgut aussät, wieder Samen davon ernten und diese im nächsten Jahr erneut anbauen. Was es genau mit F1-Hybridsaatgut auf sich hat, habe ich in diesem Artikel erklärt.

Jedenfalls, zurück zur Auswahl: Diese findet sich auf Monika Gehlsens Website in Form eines großen Samenkataloges in PDF oder in HTML-Format. Der Katalog ist schön übersichtlich gestaltet, die einzelnen Artikel (Samen) nummeriert und sotiert. Außerdem enthält jede Sorte eine schöne Beschreibung, die einen so manches mal zum Kauf verleitet und die Finger weich werden lässt…

Von grundsoliden Sorten wie z.B. die Ochsenherztomate, die jeder im Garten haben sollte über exotischere Dinge wie z.B. die Bitterzitrone oder bunter Mais bis hin zu einer riesigen Auswahl an Saatgut von farbenprächtigen und bunten Blumen – Monika Gehlsen hat eine riesige Auswahl und für jeden Liebhaber etwas in ihrem Sortiment.

Auch über den Preis von 0,50€ bzw. 1€ pro Packung Saatgut kann man sich nicht beklagen. Praktisch ein Selbstkostenpreis, der vermutlich notwendig ist, um Website, organisatorischer Aufwand usw. zu finanzieren. Reich wird man dadurch jedenfalls nicht, aber ich denke, darum geht es auch nicht. Eher sollte man das Ziel haben, alte Sorten vor dem Aussterben zu bewahren.

Paket von Monika Gehlsen! :-)
Paket von Monika Gehlsen! 🙂

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Meine Bestellung bei Monika Gehlsen

Dieses Jahr bestellte ich zum ersten mal bei Monika Gehlsen. Dazu kopierte ich mir die Sorten, die ich haben wollte, mit der Nummer und dem Preis aus dem Bestellkatalog heraus und fügte sie in eine Liste ein. Diese sah dann ungefähr so aus:

1117W Weiße Miniaturgurke („White Miniature“) 1.- Euro
1118K Gurke „Yamato 3 Feet“ 1,- Euro
2100 Gewürzpaprika „Elefantenrüssel gelb“ (Capsicum annuum) 1,- Euro
3328L Calendula officinalis “Lemon Daisy“ 1,- Euro
usw…
Sich eine Liste mit Preis zu machen, ist sehr hilfreich, um die Kosten im Überblick zu behalten. Als ich meine Bestelliste fertiggestellt hatte, habe ich diese ausgedruckt und per Brief an der Website von Monika Gehlsen angegebene Internetseite geschickt.
Um ehrlich zu sein, ich war überrascht, wie schnell ich dann meine Lieferung im Haus hatte. Nicht mal eine Woche später kam Post von Monika Gehlsen – eine spitzen Leistung, wenn man bedenkt, dass ich noch in der Hauptsaison bestellt habe, d.h., dann, wann die meisten Leute ihr Saatgut bestellen.
Ich konnte es kaum erwarten, ihren Brief zu öffnen und zu begutachten. Als ich die einzelnen Samentütchen betrachtete, war ich sehr über die Masse der Samen erstaunt. Für einen Euro so viel Saatgut, dass ich vermutlich die nächsten 5 Jahre noch davon zehren kann. Nur mal ein Beispiel: Bei vielen Chilisamen-Shops bekommt man für 2€ höchstens 10 Samen, bei Monika Gehlsen bekam ich von von den Chili Tepin in meiner Bestellung allerdings über 40 Samen.
Für die, die es interessiert, was ich genau alles bestellt habe und wieviel ich von etwas erhalten habe, anbei noch eine Liste. Außerdem habe ich weiter unten noch weitere Bilder hinzugefügt.

Bestellung Liste

Sonnenblumen „Mongolischer Riese“ – über 80 Samen
Stangenbohne Lazy Housewife über 50 Samen
Ringelblume Calendula officinalis “Lemon Daisy“ über 100 Samen(nicht zählbar)
Schabzigerklee – über 100 Samen
Schwarzkümmel – über 100 Samen
weiße Minigurke – über 50 Samen
Gewürzpaprika (Chili) Joe’s Long – über 40 Samen
Gewürzpaprika (Chili) Starfish – ca. 40 Samen
Gurke Yamato 3 Feet – 35 Samen
Roter Wildpaprika (Chilitepin) – über 40 Samen
Gelber Kirschpaprika – über 40 Samen
Schabziger Klee – über 100 Samen
Gurke Braune Sibirische – über 30 Samen
Gurke Yamato 3 Feet – über 30 Samen
Mexikanische Cocktailgürkchen – über 30 Samen
Gewürzpaprika (Chili) Starfish – ca. 20 Samen
Schwarzkümmel – über 100 Samen
Poncrius Trifolatius (Bitterzitrone) – ca. 30 Samen
weiße Miniaturgurke – ca. 30 Samen

Am Ende noch ein kleiner Tipp: Wer etwas bestimmtes sucht, kann auch die browser Interne Suche benutze, die man mit STRG + F starten kann.

Verpackung

Alle Samen von Monika Gehlsen sind liebevoll verpackt. Es fällt auf, dass sie die ungewöhnlichsten Ideen hat, um ihr Saatgut zu verpacken – sei es Butterbrotpapier oder einfach „nur“ kleinere Folien – Frau Gehlsen ist hier sehr kreativ, was das betrifft. Auch hier merkt man die Sparsamkeit und Natruverbundenheit an.

Anbei noch ein paar Bilder aus meiner Bestellung.

 

Am Ende kann ich jeden nur ans Herz legen, sein Saatgut bei kleinen Händlern zu beziehen und nicht von den großen Saatgutproduzenten, die sich nicht für den Erhalt alter Sorten interessieren. Monika Gehlsen ist einer dieser „kleinen“ Händler, die ich guten gewissens sehr gerne jedem empfehlen kann.

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Sorten und Saatgut

Saatgut online kaufen: Geheimtipps mit tollen kleinen Anbietern

Augen auf, beim Saatgutkauf! Liste potentieller Anbieter von alten Sorten und ökologischem Saatgut.

Im heutigen Artikel möchte ich mich mit dem Thema Saatgutkauf befassen und einige potentielle Bezugsquellen für altes und biologisches Saatgut auflisten. Vorneweg: Ich mag den Begriff „Bio“ nicht, es versteht sich von selbst, dass ich bei der Auflistung darauf achte, dass die Händler frei von Gentechnik sind. Die meisten der von mir vorgestellten Bezugsquellen sind Gärtner, die Saatgut in ihrem heimischen Garten ökologisch und naturgerecht vermehren und sich der Arche Noah angeschlossen haben (für den Erhalt alter Sorten)

Für die nachfolgend gelisteten Seiten übernehme ich keine Verantwortung und Garantie. Jeder muss sich selbst überlegen, wo er Saatgut bestellt. Nachfolgendes ist lediglich ein Erfahrungsbericht von mir.

1. Was gibt es beim Saatgutkauf zu beachten?

Wenn man selber Saatgutvermehrung betreiben möchte, sollte man darauf achten, keine F1-Hybriden zu kaufen. In diesem Artikel habe ich erörtert, warum. Außerdem sollte man kein altes und abgelagertes Saatgut kaufen. Es gibt zwar bestimmte Arten, die sehr lange keimfähig sind (Tomaten teilweise bis zu 10 Jahren), allerdings gibt es auch Arten, die nach einem Jahr schon enorm an Keimfähigkeit einbüßen.

Wenn man Saatgut aus dem Baumarkt bezieht (was ich für überflüssig erachte, in Anbetracht der „kleinen“ Saatgutlieferanten in privater Hand), sollte man drauf achten, dass das Saatgut nicht unbedingt voller Sonne ausgesetzt ist, denn UV-Strahlung zerstört die Keimfähigkeit.

 2. Wo kann ich gutes Saatgut kaufen?

Es gibt eine Reihe von privaten und kommernziellen Saatgutanbietern, auf die ich im folgenden Eingehen möchte.

Vorneweg:  Ich bemühe mich, die Liste sauber und frei von Schund zu halten. Dennoch kann ich keine Garantie für die Onlineanbieter übernehmen und garantiere auch nicht, dass diese Angaben hier noch aktuell sind. Dennoch bin ich bemüht, stets zu aktualisieren.

Außerdem sind nicht alle von mir aufgelistete Anbieter zertifizierte Bio-Öko-Fairtrade und sonstiges- Produzenten. Ich persönlich halte das eh für Schwachsinn, sich ein teures Siegel zu kaufen. Viele von ihnen produzieren schon ökologisch und nachhaltig! Für eine „Bio“-Qualität kann ich jedoch nicht garantieren.Meine Uroma hat mehr als 80 Jahre Obst und Gemüße in ihrem Garten mit Hasenmist und guter Erde produziert. Sie ist fast 100 Jahre alt geworden, und das ganz ohne irgendwelche Biosiegel, und hat nebenbei noch eine Familie versorgt…

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1. Tomaten und Anderes von Helmut Pummer

Wichtig: Leider hat Herr Pummer seinen tomatenundanderes-Shop aus Altersgründen aufgegeben und keinen Nachfolger gefunden. Als Bestellmöglichkeit für gute und günstige Tomatensamen empfehlen wir Herr Manfred Hahm.

Helmut Pummer bietet wohl mit die größte Auswahl an Tomaten, Chilis und Paprikas, wie man sie schwer woanders bekommen könnte. Er gewinnt die Samen meist selber, hat aber auch Saatgut von Gerhardt Bohl und Reinsaat im Angebot. Die Portionen sind reichlich befüllt, auch wenn auf der Tüte „15 Samen“ steht, befanden sich in meinen Bestellungen meist mehr. Schöne Sortierung nach z.B. alten Tomatensorten, blauen Tomaten, grünen Tomaten, gestreifte und bunte Tomaten. Auch sehr günstige Samenpakete für Einsteiger werden angeboten. Auch gibt es bei Helmut Pummer meist eine Zugabe zur Bestellung gratis dazu. Man darf sich also überraschen lassen.

Kosten pro Portion: ca. 1,50€. Bestellung möglich über den Onlineshop. Auch das Gartentagebuch ist sehr empfehlenswert. In der Tomatenparade erhält man viele Informationen über Tomaten, vor allem über alte Tomatensorten.

Erreichbar unter http://tomatenundanderes.eu/

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2. Privates Samenarchiv von Manfred Hahm

Manfred Hahm bietet ebenfalls eine große Auswahl verschiedener Sorten und Arten zu sehr günstigen Preisen.

Kosten pro Portion: ca. 0,60€. Eine Email ist angegeben. Weitere Anweisungen über die Bestellmodalitäten kann man sich dort erfragen. Hat auch alte und Historische (Tomaten)-Sorten.

Herr Hahm ist Rentner und züchtet in seinem großen Garten allerlei interessante Gewächse. Zudem sind auch Weinreben über ihn erhältlich.

Erreichbar unter http://tomaten.bplaced.net/tomatenhahm.html

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3. Monika Gehlsen

Bei Monika Gehlsen gibt es eine breit gefächerte Auswahl verschiedenen Saatgutes aus ihrem eigenen Garten. Bietet auch Saatgut von alten und historischen Sorten an.

Kosten pro Portion: ca. 1€. Bestellung erfolgt per Brief.

Erreichbar unter http://www.monika-gehlsen.de/

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4. Privates Samenarchiv von Gerhardt Bohl

Das Samenarchiv befindet sich momentan in der Umstrukturierungsphase. Bitte sehen Sie aktuell von Bestellungen ab. Sobald wir mehr Informationen haben, werden wir diese hier bekannt geben.

Über meine positive Erfahrungen beim Samenarchiv von Gerhadt Bohl habe ich in diesem Artikel schon geschrieben. Gigantische Auswahl an verschiedensten Arten und Sorten (Tomaten, Chilis, Auberginen, Gurken, Zucchini, Blumenkohl, Kohlrabi, verschiedene Blumen und Kräuter, Duftpflanzen, Bohnen, Erbsen und vieles vieles mehr.)

Alleine schon mehr als 3000 Tomatensorten und über 700 verschiedene Bohnensorten. Absoluter Wahnsinn! Saatgut auch  von sehr vielen alten Sorten bzw. vom Aussterben bedrohte Pflanzen.

Kosten pro Portion: ca. 1,00€. Keine Bestellung über Email oder online möglich. Vor dem Bestellen muss das Sortenbuch für 5€ auf CD per Brief an

Addresse auf Wunsch entfernt. Bitte sehen Sie momentan von einer Bestellung ab. Aktuelles wird zeitnah bekannt gegeben.

bestellt werden, damit man einen Überblick über die Auswahl erhält. (Die 5€ legt man in einen Umschlag und sendet ihm diesen zu). Man sollte unbedingt beachten, nicht zur Hauptbestellsaison im Frühjahr zu bestellen, sondern möglichst noch im Spätherbst.

Keine Internetpräsenz vorhanden.

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5. Paradiesbau

Wichtig: Leider ist Paradiesbau über die Internetseite wohl nicht mehr erreichbar. Was aus der Stiftung geworden ist, lässt sich für mich nicht recherchieren. Falls jemand Informationen besitzt, so würde ich mich über eine Rückmeldung freuen.

Paradiesbau ist eine gemeinnützige Stiftung, dessen Stifter der Gärtner Winfried Herr als Gläubiger und naturverbundener Mensch den Zweck dieser Stiftung festlegte. Der Zweck der Stiftung auf Erden ist der Schutz der Natur, insbesondere die Wiederherstellung der früheren natürlichen Zustände auf Erden. Der Stiftungszweck wird vor Allem durch Aufzucht und Anpflanzung von (alten) Bäumen aller Art verwirklicht, vorzugsweise durch die Aufzucht und Anpflanzung hochwachsender Bäume, wie dem Mammutbaum, der Douglasie, dem Königs-Eukalyptus, etc.

Die Stiftung Paradiesbau betreibt also die Anzucht von Bäumen, die dann in Form von Setzlingen kostenlos den Interessenten überlassen werden.

Letztes Jahr habe ich meine Bestellung bei Paradiesbau aufgegeben und vor 3 Wochen kam die Email, dass meine Bäume bald geliefert werden. Ich bin gespannt, welche Baumwünsche von mir in der Bestellung berücksichtigt wurden und werde dann, sobald die Bäume da sind (ich habe mir ganz viele alte Baumsorten bestellt), wieder berichten.

Keine Kosten. Formlose Beantragung von Bäumen aller Art. Allerdings hat man keine Garantie drauf, dass jeder Wunsch auch geliefert werden (kann).

http://paradiesbau.bplaced.net/

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6. European Giant Vegetable Growers Association (EGVGA)

Wer auf riesige Kürbisse und extrem dicke Zwiebeln steht, der ist bei den European Giant Vegetable Growers richtig. Man kann eine Mitgliedschaft für 21€ beantragen und bekommt (wenn man es rechtzeitig macht, genauere Infos auf der Homepage) ein extrem vielseitiges Paket zugeschickt mit Saatgut von Rekordgewinnern aus Europa, beispielsweise von Riesenkarotten, buntem Riesenmais, Riesensonnenblumen und Riesenkürbissen. Es ist ein Fest, den Umschlag von EGVGA zu öffnen und vorher nicht zu wissen, welche Samen dort mitgeschickt werden. Besonders gefreut habe ich mich dieses Jahr über den Riesenmais Olotillo Tuxpeno oder auch Kürbisse mit teilweise über 400 Kilogramm Gewicht. Mein Paket hat dieses Jahr an die 50 verschiedenen Samentütchen von den verschiedensten Herstellern enthalten. Für nächstes Jahr werde ich wohl wieder eine Mitgliedschaft bei EGVGA beantragen.

Kosten ca. 21€ pro Mitgliedschaft

http://www.egvga.eu/

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7. Angebotsliste Landsmann

Große Auswahl an Saatgut (vor allem Tomaten, aber auch vieles Andere) und Knollen (z.B. Erdmandel, Yacon, Glückskleerübchen etc.)

Kosten pro Portion: ca. 1€ – 1,50€ für Saatgut, Knollen kosten etwas mehr. Bestellung telefonisch oder über Briefverkehr möglich. Bestellmodalitäten befinden sich am Ende der Seite.

http://www.d-landsmann.de/Angebotsliste.html

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8. Andis Samenshop

Große Auswahl an Samen von Gemüße und Blumen, sehr schön bebildert. Alte Sorten mit schöner Beschreibung. Sehr ansehnlich.

Kosten pro Portion: ca. 1,50€. Bestellung per Email möglich.

http://www.tomatensamen.at/index.html

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9. BohnenundMehr und ErdbeerenundAnderes

Familie Imhof verkauft auf ihren beiden Internetauftritten (erdbeerenundanderes und bohnenundmehr) sowohl alte Erdbeersorten und Pfefferminzpflanzen, als auch Saatgut für alte Bohnensorten und anderes Gemüßearten. Welche Pflanzen zum Verkauf stehen, ist jedes Jahr anders. Daher lohnt es sich, ein aktuellen Blick auf die beiden Internetseiten zu haben.

Kosten pro Portion: 1€ (Saatgut), 1,50€ Pflanze. Bestellung erfolgt über Kontaktanfrage, Email und/oder Anruf per Telefon.

http://bohnenundmehr.de.tl/Home.htm

http://erdbeerenundanderes.de.tl/

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10. Sandras Homepage

Frau Sandra Erlacher gibt Saatgut aus ihrem Garten ab. Sehr interessante Sorten. Auch interessante Geschenkideen für Pflanzenfreunde.

Kosten pro Portion: ca. 1,50€. Über „Kontakt“ kommt man zum Bestellformular.

www.garten-raritäten.de

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11. VEN – Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt

Verein besteht aus einzelnen Sortenpflegern und Erhaltern, deren Samenangebot jährlich in der zentralen Geschäftsstelle zusammengefasst wird. Danach erscheint eine Saatgutliste in einem über 250 Seiten großen Druckwerk. Die Weitergabe des Saatgutes erfolgt per Tausch unter den Erhalten oder Weitergabe an Interessenten.

Kosten pro Portion: ca. 2,00€ (aus Hausgärten) und ca. 2,50€ für Bio-zertifizierte Betriebe. Man kann den Erhaltern über die Plattform direkt eine Nachricht zukommen lassen.

http://www.nutzpflanzenvielfalt.de/

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12. Raritätengärtnerei Manfred Hans

Interessante Auswahl an alten Sorten, z.B. Tomaten oder auch viele Freilandmelonen. Manfred Hans bietet ein Sortiment, dass in Hinblick auf Exotik seines Gleichen sucht. Von der mexikanischen Minigurke hin zur persischen Feige – perfekt für Unentschlossene zum Stöbern. Bietet neben Saatgut von alten Sorten auch Pflanzen an. Des weiteren wird etwas mehr Saatgut geliefert als bestellt – man kann sich also überraschen lassen.

Kosten pro Portion: ca. 3€. Bestellung über Onlineshop möglich.

https://www.manfredhans.de/

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13. Native Seeds/Search

Native Seeds ist eine amerikanische non-Profit-Organisation aus Arizona mit dem Ziel, altes und durch den Biodiversitätsschwund vom Aussterben bedrohtes Saatgut zu sammeln und zu vermehren. Im Onlineshop finden sich viele exotische Sorten, darunter zum Beispiel blauer oder bunter Mais und andere sehr seltene und exotische Sorten. Einige Sorten sind allerdings nur für Mitglieder verfügbar. Diese ist aber nur bei sehr wenigen Sorten so, daher kann man auch ohne Mitgliedschaft eine riesige Vielfalt erhalten. Alte Sorten.

Kosten ca. 3$ pro Samenpackung, Bestellung über Onlineshop

http://nativeseeds.org/

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14. Samenfest

Bei Samenfest gibt es ebenfalls eine große Auswahl an „Samenfesten“ Sorten. Anbau von Biosamen bzw. biologischem Saatgut. Auch viele alte Sorten.

Kosten ca. 3$ je nach Preisgruppe, Bestellung über Email.

https://samenfest.de/

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15. Arche Noah

Verein zur Erhaltung alter Nutzpflanzen, vielfältige Auswahl. Hauptsitz in Österreich. Hat sehr viele Mitglieder. Mitgliedschaft empfehlenswert.

Kosten pro Portion: ca. 2-4€. Bestellung über Onlineshop möglich.

http://shop.arche-noah.at/index.php/

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16. Semillas

Riesiges Samenangebot mit verschiedensten Chilisorten (Capsicum annuum, Capsicum baccatum, Capsinum chinense, Capsicum pubescens) von Dr. Peter Merle. Sitz in Spanien, Versand natürlich nach Deutschland möglich. Auch andere Samen wie Tabak oder Blumen.

Kosten pro Portion: 1,50€. Bestellung erfolgt im Onlineshop. Achtung: Der Shop benutzt Sessions und keine Cookies. Das heißt, man sollte nur den „zurück-Button“ auf der Website nutzen und nicht den „zurück-Button“ des Browsers, da ansonsten der Warenkorb zurückgesetzt wird. Eine Erklärung zum Bestellvorgang auf Semiolias von Peter Merle findet sich hier.

http://www.semillas.de/

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17. Naturgartensamen aus Leipzig

Janet Glausch bietet Samen und Saatgut von wilden Gewürzkräutern, Wildgemüse, alten Gemüsesorten, Heil- und Küchenkräutern, wilden Blumen und Bauerngartenpflanzen an, die sie in ihrem Garten selbst geerntet hat. Selbstverständlich keine F1-Hybriden, sondern nur Samenechtes Saatgut. Die Saatgutboxen sind empfehlenswert, diese sehen sehr liebevoll gestaltet aus und sind eventuell auch ein tolles Geschenk. Außerdem hat sie wirklich eine sehr exotische Auswahl an alten Sorten, die man sonst nur schwer oder garnicht bekommt.

Kosten pro Portion: ca. 2€. Bestellung über Onlineshop möglich.

http://de.dawanda.com/shop/naturgarten-samen-aus-leipzig

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18. Dreschflegel GbR

Die Dreschflegel GbR ist ein Zusammenschluss kontrolliert ökologisch wirtschaftender Betriebe zur Saatgutvermehrung, Züchtung und Vermarktung im Onlineshop. Die Gemeinschaft besteht aus 14 Biohöfen in verschiedensten Gegenden Deutschlands mit gemeinsamer Vermarktung durch den Dreschflegl Versand. Saatgut sortierbar nach Erzeuger.

Kosten pro Portion: ca. 2-4€. Bestellung über Onlineshop möglich.

http://www.dreschflegel-shop.de/

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19. Himmlische Saaten

Peter und Peggy bearbeiten ihren Garten mit viel Herzblut. Ich kenne Peter über Selbstversorgergruppen auf Facebook schon seit langem, und kann sagen, dass er wirklich kompetent ist, was das gärtnerische Wissen und Know-How angeht. Die Samenraritäten die ich von ihm früher über einen Saatguttausch bekommen habe, waren frisch und von höchster Qualität. Ein sehr interessanter Shop, der wärmstens zu empfehlen ist.

Kosten pro Portion: ca. 2,50€

https://himmlischesaaten.jimdo.com/saatgut-shop/

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Es gibt so viele Händler in privater Hand, die altes Saatgut und alte Sorten produzieren. Warum also immer bei den „großen“ kaufen? Es geht auch anders.

Keimfähigkeit von Saatgut prüfen.
Keimfähigkeit von Saatgut prüfen. Quelle: www.uropas-bauerngarten.de

In diesem Artikel ist ein einfacher Apparat aus Wolllappen beschrieben, um einen Keimtest bei gekauftem Saatgut durchzuführen:

https://uropas-bauerngarten.de/keimfaehigkeit-der-samen-der-keimtest/

Bei weiteren Vorschlägen, bitte einfach Kommentieren. Hauptsächlich Händler mit alten Sorten und historischem Saatgut sind besonders interessant.

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Sorten und Saatgut

F1 Hybridsaatgut

Februar – die ersten Sonnenstrahlen scheinen einem auf’s Gesicht und die meisten Menschen bekommen langsam Torschusspanik, wenn es um das Vorziehen von Pflanzen für den heimischen Garten geht. Also schnell in den Baumarkt gefahren und noch ein paar Samen besorgt – oder, warum nicht einfach die Samen aus der Gurke oder Paprika aus dem Supermarkt gewinnen? Wir erklären das berühmtberüchtigte Phänomen der F1 Hybriden und was Sie bei der Saatgutbesorgung beachten sollten.

[Kurztipp]

Allen Gartenfreunden, die sich mehr mit der Thematik „Eigenes Saatgut herstellen bzw. Saatgut züchten“ beschäftigen wollen, sei der Artikel von Gartenbauunternehmer Johannes Böttner aus dem Jahre 1899 ans Herz gelegt. Hier beschreibt er die Vor- und Nachteile von eigenem Saatgut. Ein sehr lesenswerterter Artikel:

https://uropas-bauerngarten.de/die-samenzucht/

[Kurzfassung]

– Wenn wir gekaufte F1-Hybridsamen aussäen, dann wachsen die Pflanzen ganz normal und die Früchte der Pflanze sind so, wie auf dem Bild der Samenpackung versprochen. F1-Hybriden sind auch nicht giftig oder gentechnisch verändert. (Gentechnisch verändertes Saatgut ist in Deutschland (noch) verboten.)

– Wenn wir allerdings von den Pflanzen aus den F1 Samen Saatgut gewinnen und im nächsten Jahr aussäen möchten, kann es passieren, dass ganz andere Pflanzen entstehen, wie auf dem Bild der Saatgutpackung, denn F1-Samen sind nicht sortenecht. Beispielsweise bekommen wir dann keine gelbe große Zucchini mehr (wie die auf der Samenpackung), sondern eine kleine grüne.

– Wer jedes Jahr neues Saatgut kaufen will, der ist mit F1-Hybriden gut beraten. Wer allerdings selber Saatgut gewinnen und eigene Pflanzen aussäen will, ganz ohne Samen zu kaufen, sollte keine F1-Hybriden kaufen sondern sich nach sortenechten, alten Sorten umschauen. Artikel: Saatgut online kaufen

– Auch sollte man vermeiden, aus Supermarkt Obst- und Gemüße Samen zu gewinnen und diese auszusäen, denn meistens handelt es sich bei dem Supermarkt Obst- und Gemüße auch um F1-Hybriden. Zudem werden noch noch einige Lebensmittel bestrahlt um Keime abzutöten, was dazu führt, dass die Samen auch entsprechend geschädigt werden. Spontan fallen mir da Pflanzen aus Litschisamen ein, die erst eine Zeit lang wachsen und am Ende einfach absterben. „Offiziell“ dürfen in Deutschland bisher nur getrocknete Kräuter und Gewürze bestrahlt werden, aber wer weiß, welche Dinge man im Ausland praktiziert…


[Langfassung]

Was versteht man überhaupt unter F1-Hybriden?

Ein F1 Hybride ist im Prinzip nicht schlechtes. Der Zusatz F1 verrät nur, dass es sich bei dem gekauften Saatgut um eine Kreuzung aus 2 verschiedenen Sorten von Pflanzen handelt.

Ein folgendes Beispiel soll den Sachverhalt „einfach“ erklären. Es ist bewusst „einfach“ gehalten und auf verschiedene wissenschaftliche Faktoren wie Dominanz oder Rezessivität wird aus den Gründen der Einfachheit verzichtet.

Beispiel:

Wir möchten eine neue Tomatensorte „kreieren“, die rot ist und nach Mandarine schmeckt. In vielen Versuchen haben wir 2 sortenechte Eltern-Sorten herausgefunden, die wir miteinander kreuzen können, um genau diese Tomatensorte zu erhalten.

Wir kreuzen in diesem Beispiel nun eine rote Tomate mit süßlichem Geschmack mit einer gelben Tomate mit mandarinigem Geschmack. Die nun entstehenden Tomatensamen kann man sammeln und im nächsten Jahr aussäen.

Nachdem wir diese Samen angesät haben, erhalten wir Pflanzen, die prächtig wachsen und gedeihen. Im Spätsommer führen wir dann erste Geschmackstests durch und stellen fest, dass uns die Erschaffung einer roten Tomate mit Mandarinengeschmack gelungen ist. Dies ist also jetzt unser F1-Hybrid. Wir nennen die neue Tomatensorte Mandarina.

Genau so wie wir zum Beispiel von unserem Vater die Nase oder von unserer Mutter die Ohren geerbt haben, verhält es sich auch bei den Pflanzen. Jede Elternpflanze gibt bestimmte Merkmale an ihre Nachkommen weiter. In unserem Fall ging das Merkmal für die rote Farbe von der Mutter, und das Merkmal von dem Mandarinengeschmack vom Vater auf die neue Kinder-Tomate Mandarina über.

Nun weiter im Text:

Jetzt haben wir unsere „neue“ Tomatensorte Mandarina in der F1-Generation. Da wir diese Sorte nächstes Jahr wieder haben möchten, gewinnen wir aus unserer neuen Sorte im Herbst Saatgut. Nun säen wir die neu gewonnenen Samen von „Mandarina“. Bei den Pflanzen die jetzt erwachen handelt es sich um die F2-Generation. Doch plötzlich, wenn die Tomaten reif sind, das böse Erwachen: Wir haben keine rote Tomate mehr mit Mandarinengeschmack. Laut den Mendelschen Regeln spalten sich die Individuen in der F2-Generation nämlich wieder auf. Unsere neue Sorte ist also nicht sortenecht. Wenn wir jetzt akribische Auslese betreiben würden und die Nachkommen dann immer und immer wieder kreuzen, kann es uns gelingen, eine samenechte Sorte zu zeugen, die dann auch immer die gleichen Tomaten hervorbringt. Wir stabilisieren also die Samen. Saatguthersteller haben allerdings kein Interesse an samenechten Sorten. Oftmals werden für die F1-Hybriden auch zwei verschiedene Inzuchtlinien miteinander gekreuzt, um den Heterosiseffekt zu nutzen (höherer Ertrag, besseres Wachstum und Gesundheit etc.).

Fazit:

Wenn wir F1-Hybriden Saatgut kaufen und dieses aussäen, dann wird die Pflanze sicherlich so, wie auf dem Bild beschrieben. Allerdings passiert es in der darauffolgenden Generation, dass sich unsere Pflanzen wieder aufspalten. (Gemäß Mendelscher Regel Nummer 2). Es ist also sehr unwahrscheinlich, eine sortenechte Sorten aus F1-Hybridsaatgut zu vermehren.

Es gibt im Internet so viele versender von altem, stabilen Saatgut.

Ein Tipp noch am Ende: Erkundigen Sie sich bei Ihnen lokal und regional, welche Sorten die „alten Leutchen“ noch anbauen. Sie werden überrascht sein – manchmal baut jemand noch die Sorten an, die einst schon der Ur-Ur-Großvater auf diesem Land pflanzte. Solche Sorten sind dann in der Regel an das regionale Klima angepasst, dass durchaus auch innerhalb von Deutschland sehr variieren kann (Küsten, Berglagen, Talauen usw.)